REZENSION | Glattauer, Daniel: Gut gegen Nordwind & Alle sieben Wellen

Ein kleines „e“ zu viel in der Adresszeile und Emma Rothners Abonnementkündigung des LIKE-Magazins landet, anstatt beim gewünschten Empfänger, bei Leo Leike. Weitere versehentlich versandte E-Mails führen dazu, dass die beiden schließlich regelmäßig miteinander schreiben und sich anfreunden. Online – versteht sich. Doch die Anziehung zwischen den beiden wird mit E-Mail zu E-Mail immer größer. Emma ist verheiratet, ja, sogar glücklich verheiratet, und in Leos Leben taucht dessen Ex-Freundin, von der er einfach nicht loskommt, immer wieder auf.

Würde der Reiz der Anonymität verloren gehen, wenn sie sich treffen würden? Was wäre danach? Würden sie sich überhaupt noch schreiben wollen oder wäre alles zwischen ihnen gesagt?

[…] Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf. […] Ich könnte tausendmal Emmi schreiben. Emmi schreiben ist Emmi küssen.

„Gut gegen Nordwind“, S. 88f.

„Gut gegen Nordwind“ hat seine Höhen und Tiefen. Die Geschichte beginnt spannend und neuartig – einen E-Mailroman lese ich zumindest nicht alle Tage – und entwickelt rasant eine Sogwirkung, die es einem schwer macht, das Buch wieder wegzulegen. Etwaige langatmige Passagen lässt man schnell wieder hinter sich, da der Großteil der Mails kurz und bündig ist – und doch so viel passiert.

„REZENSION | Glattauer, Daniel: Gut gegen Nordwind & Alle sieben Wellen“ weiterlesen

12 für 2022

Im vergangenen Jahr habe ich 27 Bücher gelesen. Vorgenommen hatte ich mir 12, ich bin also sehr happy, dass ich mehr als doppelt so viele gelesen habe! (Davon waren übrigens 15 Unilektüren.)
Falls es dich näher interessiert: Ich verlinke dir hier mal den Instagrambeitrag, in dem ich dir die gelesenen Bücher präsentiere.

Für 2022 hätte ich mir passenderweise 22 Bücher raussuchen können, aber wenn ich realistisch bin, schaffe ich wahrscheinlich nur wieder etwa halb so viele – Unilektüren nicht miteinberechnet – in meiner Freizeit im nächsten Jahr (über mehr freue ich mich natürlich!). Auf Twitter und Instagram hab ich unter dem Hashtag #12für2022 auch schon einige andere Blogger*innen entdeckt, die sich gleich viele wie ich vornehmen. (Den Hashtag #22für2022 gibt’s aber natürlich auch!)

Mich auf nur 12 Bücher festzulegen, fiel mir richtig schwer, mein SuB ist mittlerweile doch schon so hoch, dass ich eine ziemlich große Auswahl hab. (Bücher sammeln und Bücher lesen sind eben zwei verschiedene Hobbys…)


Hier nun also die 12 Bücher im Überblick, die ich mir für ’22 vornehme:

  1. Sohail, Mehwish: Like Water In Your Hands
    Weil ich Mewa schon lange auf Insta folge, ist ihr Debütroman natürlich ein Must-Read!
  2. Rooney, Sally: Normal People
    Wurde mir von einer Freundin empfohlen, deren Lesegeschmack ich blind vertraue – und außerdem will ich endlich die Serie schauen!
  3. Hoover, Collen: It Ends with Us
    Wer meinen Blog und/oder Instagramaccount schon länger liest, weiß, dass ich (die meisten) Colleen-Hoover-Bücher absolut vergöttere!
  4. Coelho, Paulo: Veronika beschließt zu sterben
    Ich hab einmal ein sehr eindrückliches Zitat aus diesem Buch gelesen – seither will es mir nicht mehr aus dem Kopf gehen.
  5. Bender, Aimee: The Particular Sadness of Lemon Cake
    Das Buch steht ungelogen seit 8 Jahren auf meiner Leseliste, 2022 will ich’s endlich lesen!
  6. Black, Holly: The Cruel Prince
    Ein Jugendbuchklassiker, den ich bislang nicht gelesen hab – will ich jetzt auch bald ändern, weil ich immer wieder auf booktok darüber stolpere.
  7. Schwab, V. E.: The Invisible Life of Addie LaRue
    Wurde eine Zeit lang auf booktok total gehypt, jetzt bin ich super neugierig drauf.
  8. Quinn, Julia: An Offer From a Gentleman
    Band 2 der Bridgerton-Reihe war eins meiner Highlights in 2021 – selbstverständlich also, dass ich Band 3 auch lesen möchte.
  9. Harkness, Deborah: Shadow of Night
    Band 1 der Trilogie sowie Staffel 1 der Serie fand ich grandios – kann’s also kaum erwarten, weiterzulesen/weiterzuschauen! (Ich verlinke dir hier mal meinen letzten Beitrag, in dem ich dir von den besten Büchern der letzten Jahre berichte – Band 1 der All-Souls-Trilogie ist hier natürlich dabei.)
  10. Wells, Benedict: Spinner
    Steht schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal, ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um es zu lesen.
  11. Henry, Emily: Beach Read
    Dafür wurde ich auch durch booktok angefixt – der Klappentext klingt jedenfalls schon mal super vielversprechend!
  12. Lessing, Gotthold Ephraim: Minna von Barnhelm
    „Nathan der Weise“ ist bislang das einzige Werk von Lessing, das ich gelesen habe – das will ich schleunigst ändern, weil ich durch eine Vorlesung zum Thema „Aufklärung und Bewusstseinskultur“ wirklich neugierig auf andere Werke aus seiner Feder geworden bin.
Wie schön ist denn bitte der Buchrücken und das Cover von Like Water In Your Hands?
„12 für 2022“ weiterlesen

Das Beste aus der letzten Zeit | Leseempfehlungen Teil 1

Es ist an der Zeit, dass ich mal wieder einige Buchempfehlungen mit dir teile! Ich stell dir heute also die Bücher vor, die mich in den vergangenen blogfreien Jahren begeistern konnten. Das ist jetzt quasi sowas wie ein Lesehighlightsbeitrag im XXXXL-Format (weil 2018, 2019, 2020 und 2021 auf einmal) – deshalb wird’s auch zwei Blogbeiträge dazu geben, alles andere würde den Rahmen sprengen. Dich erwartet ein bunter Mix an Büchern aus den verschiedensten Genres! Viel Spaß beim Lesen!


Klassiker

„Nora – Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen und „Schachnovelle“ von Stefan Zweig waren zwei Werke, die auf der Leseliste für die mündliche Matura standen. Ich nenne sie an dieser Stelle, weil mir beide außerordentlich gut gefallen haben!

Beide Werke hallen auch jetzt, Jahre, nachdem ich sie gelesen habe, noch in mir nach. Es kommt also nicht von ungefähr, dass ich mir vor einiger Zeit gleich vier weitere Reclam-Heftchen von Ibsen zugelegt habe. („Die Frau vom Meer“ habe ich bereits gelesen und ebenfalls sehr gemocht!)

Hast du vielleicht einen Buchtipp von Stefan Zweig für mich? In „Sternstunden der Menschheit“ hab ich schon mal reingelesen, das hat mich aber ehrlicherweise nicht wirklich für sich begeistern können. (Apropos begeistern können… Die Neuverfilmung von „Schachnovelle“ ist richtig gut gelungen!)


Fantasy

„A Discovery of Witches“ von Deborah Harkness habe ich gelesen, nachdem ich die erste Staffel zum Buch geschaut hatte. Die Serie basiert zwar auf dem Buch, ist aber eher eine sehr freie Adaption. (Sehr zu empfehlen übrigens!)

Das Buch erzählt die Geschichte der Historikerin – und Hexe – Diana Bishop. Als ihr in der Oxford Bodleian Library ein verzaubertes Manuskript zur Alchemie in die Hände fällt, interessieren sich plötzlich die verschiedensten Kreaturen für sie – unter ihnen der Vampir Matthew Clairmont…

Deborah Harkness‘ Buch hat mich unfassbar gut unterhalten – trotz der hohen Seitenanzahl (718 Seiten) gab es kaum Längen, die Geschichte liest sich spannend. Ohne zu viel vorwegzunehmen – Dianas Geschichte ist eine ganz besondere, denn zwischen gefährlichen Intrigen und Verfolgungsjagden bleibt immer noch Platz für eine Prise Romantik!


„Outlander – Feuer und Stein” von Diana Gabaldon verfolgt das Leben von Claire Randall. Claire wollte eigentlich nur zweite Flitterwochen mit ihrem Ehemann Frank in Inverness, Schottland, verbringen – der 2. Weltkrieg hatte sie kurz nach ihrer Heirat wieder getrennt gehabt. Stattdessen wird sie durch einen magischen Steinkreis ins Jahr 1743 katapultiert, wo sie nicht nur Franks Vorfahren Jonathan Randall in die Hände fällt, der ihrem geliebten Ehemann ums Haar gleicht. Nur knapp entkommt sie einer Vergewaltigung, weil sie von einem Schotten entführt wird, wodurch sie beim Clan der Mackenzie landet. Unter ihnen lebt James Fraser – ein junger Mann, der ihr Herz noch in ordentlich viel Aufruhr versetzen wird.

„Das Beste aus der letzten Zeit | Leseempfehlungen Teil 1“ weiterlesen

{Rezension} Ab ins Bett! von Katharina Kunzmann😴🧸

Träumen Blinde in Farbe?
Wie beeinflusst bestimmtes Essen unseren Schlaf?
Was steckt hinter dem Phänomen ASMR?

Diesen und zahlreichen weiteren spannenden Fragen geht Katharina Kunzmann in ihrem Buch „Ab ins Bett! Eine traumhafte Reise in die Welt des Schlafes“, das im September 2017 im Goldmann Verlag erschienen ist, auf den Grund.

Als Leser tauchen wir gemeinsam mit Katharina Kunzmann ein in die weite Welt des Schlafes. Die Autorin bringt uns mit viel Charme und Witz Wissenswertes näher – fakten- aber vor allem auch abwechslungsreich!
Zudem erhält man durch die Lektüre wertvolle Tipps zur Verbesserung der eigenen Nachtruhe – die findest du vor allem im Kapitel „Einschlafkiller – und wie man sie überlistet“!
Vor allem durch ihre anschaulichen Vergleiche und Beschreibungen der verschiedenen Sachverhalte macht es total viel Spaß, mehr über dieses umfangreiche Thema zu erfahren.

Ein stinknormales Sachbuch zum Thema Schlaf würde vermutlich bald schon wieder irgendwo in einer Ecke verstauben, aber hierzu greift man wirklich gerne! Vor allem kann man Kapitel, die einem nicht zusagen, auch einfach überspringen und nur die lesen, die einen auch wirklich interessieren – wobei sich die Lektüre des ganzen Buches eindeutig lohnt! „{Rezension} Ab ins Bett! von Katharina Kunzmann😴🧸“ weiterlesen

{Rezension} Tasty – Das Original von einfach Tasty

Wenn man ein wenig in der Foodblogszene auf Instagram unterwegs ist, stößt man unweigerlich auf die diversen Accounts von Tasty. Super einfach – super lecker – so könnte das Motto von Tasty lauten. Ich habe schon unzählige Rezepte gebookmarkt – umso gelegener kam es mir, als ich beim Stöbern entdeckt habe, dass es ein Kochbuch geben wird, das die beliebtesten 80 Rezepte vereint!

Das Buch ist absolut ansprechend gestaltet – gar keine Frage! Stilvolle, appetitliche Foodfotografien, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen! Insgesamt werden in diesem Kochbuch 80 Rezepte vorgestellt. Diese sind in 9 Sektionen unterteilt: Party, Landküche, Süßes, Klassiker, Vegetarisch, Die Besten, Aus Aller Welt, Trendiges, Bälle & Ringe. Ideal also zum Durchblättern, wenn man noch nicht genau weiß, worauf man eigentlich Lust hat. Ich habe mir eine ganze Menge an Rezepten markiert, die ich alle noch ausprobieren möchte, weil die Umsetzung tatsächlich sehr machbar wirkt und auch relativ alltägliche Zutaten vorkommen. Zusätzlich findet man auf den letzten Seiten ein Rezeptregister!

dsc02611-6239448.jpg

„{Rezension} Tasty – Das Original von einfach Tasty“ weiterlesen

[Werbung] ARVELLE | Ein ganzer Schwung neuer Bücher!

Salve Bücherwurm!

Heute gibt’s einen Beitrag, der durch eine Kooperation mit Arvelle entstanden ist. Vielleicht sagt dir dieses Unternehmen jetzt gar nichts – um so besser, dann lass es mich dir vorstellen!

Ganz kurz zusammengefasst: Arvelle steht mit Verlagen und Großhändlern im Kontakt und nimmt ihnen Rückläufer, Restauflagen und Bücher mit kleineren Lager- und Transportschäden in großen Mengen ab – dadurch kommen super günstige Preise zustande. Und wenn ich supergünstig schreibe, dann meine ich das auch so! Später zeige ich dir, wieviel ich durch den Einkauf bei arvelle im Gegensatz zum herkömmlichen Buchhandel einsparen konnte.

Ich durfte mir bereits letztes Jahr zur Weihnachtszeit einige Bücher aussuchen – den ersten Erfahrungsbericht findest du hier verlinkt. Auch dieses Mal habe ich einen 20€ Gutschein zur Verfügung gestellt bekommen – vielen Dank dafür!

Erneut kam meine Bestellung im Nullkommanix bei mir an – wie beim letzten Mal war das Päkchen in einem super Zustand. Aber dich interessiert vermutlich nicht die Verpackung sondern der Inhalt, stimmt’s?

Paket Arvelle „[Werbung] ARVELLE | Ein ganzer Schwung neuer Bücher!“ weiterlesen

{Rezension} Band 01 Wee-City-Love-Reihe: Books’n’Scones

Emily ist mit Leib und Seele Besitzerin eines kleinen Cafés in Edinburgh, das sie passenderweise „Books’n’Scones“ getauft hat. Sie serviert ihren Gästen nämlich selbst gebackene Scones in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und bietet ihnen dazu auch noch eine Vielzahl an Büchern an. Als ihr Bruder sie kurzfristig dazu überredet am Speeddating, das in ihrem Café stattfindet, teilzunehmen, ist sie alles andere als begeistert. Dabei lernt sie jedoch Finn kennen, der ihr seitdem einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Die beiden verstehen sich blendend, aber irgendetwas verheimlich er vor ihr – sie möchte unbedingt herausfinden, was es ist! Das Liebeschaos ist perfekt, als plötzlich ihr Exfreund vehementer denn je versucht, wieder in ihr Leben zu treten. Die Lage spitzt sich so weit zu, dass Emily fürchten muss, ihr Café zu verlieren. Und zwischen all dem Chaos muss sie sich die Frage stellen, wieviel sie bereit ist zu geben für die Liebe ihres Lebens.


Julia Zieschang hat es schon im ersten Band der Wee-City-Love-Reihe geschafft, den Flair Edinburghs und der schottischen Highlands zauberhaft schön einzufangen. Als Leser erkundet man gemeinsam mit Emily und Finn die Hauptstadt Schottlands – akute Fernwehgefahr! Julias Auge für’s Detail führt zu ausschweifenden, liebevollen Beschreibungen der Stadt und der Häuser – für mich persönlich manchmal a little too much, sowas liegt aber bekanntlich im Auge des Betrachters. Sie schafft es, so atmosphärisch zu schreiben, dass man sich bei der Lektüre oftmals selbst im „Books’n’Scones“ anwesend fühlt – den Geruch der frisch gebackenen Scones beinahe schon erschnuppern kann. „{Rezension} Band 01 Wee-City-Love-Reihe: Books’n’Scones“ weiterlesen

Ein Spaziergang entlang der Salzach…

Viel zu lange hat es gedauert, bis ich mich so richtig in Salzburg verliebt habe. Es war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick – eher so auf den siebundsiebzigsten, achtundsiebzigsten… Ich verbringe so viel Zeit in dieser Stadt, dass ich ihre Schönheit nur mehr am Rande wahrnehme. Aber wenn man entspannt entlang der Salzach spaziert, die Sonne einem dabei ins Gesicht scheint und man breit übers Gesicht strahlt, weil man sich so wohlfühlt, dann sieht man so einiges ein bisschen klarer:

Salzburg ist eine super schöne Stadt!

Die Gelegenheit habe ich also genützt, um endlich mal meine neue Kamera in der Stadt auszuprobieren. Hier ein paar Aufnahmen, die erst gestern bei strahlendem Sonnenschein entstanden sind!

DSC00512 „Ein Spaziergang entlang der Salzach…“ weiterlesen

libriabella liest Klassiker #2

Kaum zu glauben, vor nun mehr über einem Jahr habe ich mit meinem Vorhaben Klassiker zu lesen gestartet. Kleiner Spoiler vorweg: Es war nicht sehr erfolgreich.

Gelesen habe ich bisher drei  – „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth, „Woyzeck“ von Georg Büchner und „Ein Kind“ von Thomas Bernhard.

Ich hätte mir für den Anfang kein besseres Buch als „Jugend ohne Gott“ auswählen können. In einer Lesenacht gemeinsam mit einer Freundin habe ich das Buch in wenigen Stunden verschlungen – spannend, unterhaltend, zum Mitfiebern. Bis heute – nun schon eine ganze Weile, nachdem ich das Buch gelesen habe – schwärme ich von Zeit zu Zeit von der Geschichte. Sehr zu empfehlen sind zudem sowohl der alte Film (gesamt auf YouTube zu finden) als auch der neue, der vor nicht allzu langer Zeit im Kino gelaufen ist. Ich möchte nicht, dass „Jugend ohne Gott“ das einzige Werk bleibt, das ich von Ödön von Horváth gelesen habe – welche weiteren Geschichten könntest du mir empfehlen? Welche würde sich nach „Jugend ohne Gott“ gut eignen?


„Woyzeck“ mochte ich ebenfalls ganz gerne, Georg Büchners Werk war aber nicht unbedingt etwas, das mir nachhaltig im Gedächntis blieb. Das gesamte Buch war sehr dunkel und düster gefärbt. Das Schicksal von Franz Woyzeck hat mich ziemlich mitgenommen und bedrückt. Gefangen in den Ansprüchen an sich selbst und der Gesellschaft an ihn… Ziemlich spannend fand ich zudem den Hintergrund zu diesem Werk – dass „Woyzeck“ an tatsächliche Mordfälle zu Zeiten Büchners angelehnt ist. Das verlieh dem Ganzen gleich wieder einen noch gruseligeren Touch.


Ein Kind_Metapher „libriabella liest Klassiker #2“ weiterlesen

{Rezension} Kiss me in Paris von Catherine Rider

Passend zur klirrenden Kälte draußen – Frühling, wo bist du? – bin ich noch einmal ins vorweihnachtliche Paris abgetaucht. Dass das Buch in der Stadt der Liebe spielt, ist unschwer zu erkennen – aber worum geht es denn?

Eigentlich will Jean-Luc nur seine Ruhe haben und sich endlich diesem verflixten Fotoprojekt für die Uni widmen, als plötzlich Serena auftaucht. Die quirlige Amerikanerin mit den (total geschmacklosen) grell-orangen Turnschuhen bringt ihn ziemlich aus der Fassung mit ihrer vollgestopften Agenda. Ganz zufälligerweise wäre diese Sightseeingtour – selbstverständlich im High Speed Tempo – genau das, was er für sein Fotoprojekt brauchen könnte. Und so machen sich die beiden auf, um Paris zu erkunden auf den Spuren von Serenas Eltern, die vor fünfundzwanzig ihre Hochzeitsreise in der Stadt der Liebe verbracht hatten….

Kiss me in Paris_ „{Rezension} Kiss me in Paris von Catherine Rider“ weiterlesen