Her mit den Leseproben! (Teil 1)

Wozu soll ich denn bitte eine Leseprobe lesen?!

Leseproben sind dazu da, um sich einen ersten Eindruck von einem Buch zu verschaffen. Ich merke, ob mir der Schreibstil des Autors zusagt, lerne die ersten Charaktere kennen und werde schon ein wenig ins Geschehen hineingezogen.

Früher fand ich das total unnötig und habe sie immer rechts (Ich bin Linkshänderin… 😉 ) liegen gelassen. Aber warum sollte man die Chance auf einen GRATIS Sprung in eine neue Welt abschlagen? Ich weiß nicht, was mich abgehalten hat, diese kleinen Heftchen zu lesen – jetzt ist das jedenfalls nicht mehr so und ich greife nur allzu gerne zu! Außerdem sind Leseproben ein heißer Tipp, um Fehlkäufe zu vermeiden! Aber jetzt genug dazu – los geht`s mit dem Beitrag!


Als ich Anfang Juli bei einem Hugendubel in München war, habe ich mir drei Liebesgeschichten aus den zahlreichen Leseproben rausgepickt. Diese drei Bücher steigen jetzt in den Ring, um sich gegenseitig zu battlen! Es gibt drei Kategorien (Cover, Titel, Geschichte) und die Endrunde (Fazit). Ich bewerte diese Bücher nach meiner eigenen Meinung – wie immer absolut ehrlich und wenn es sein muss knallhart! 😉

Es war im Übrigen purer Zufall, dass zwei der drei Leseproben Bücher vom Ravensburger Verlag sind!

Also, ab in den Ring mit diesen drei Büchern!


Runde 1: Das Cover

Beginnen wir beim Cover, schließlich fällt darauf ja bekanntlich der Blick als erstes. Und wir vergessen jetzt einfach mal den klugen Spruch: Don’t judge a book by its cover!, denn das tue ich (leider) so gut wie immer!

Runde 1 - Das Cover
©Lea-Sophie K., Bildrechte Cover: obliegen den jew. Verlagen

Um Haaresbreite gewinnt hier „Herzmuschelsommer“ von Julie Leuze. Mir gefällt das Cover unglaublich gut, weil es irgendwie ein Sommergefühl vermittelt. Dieser wunderschöne Strand, die Füße, die da barfuß herunter baumeln… Das wirkt alles sehr schön verträumt und spielerisch!

Dann boxt sich auch schon „Wenn du mich küsst“ von Juliana Stone durch. Ich finde die Farbgebung schön, passend zu dem tiefgründigeren und nachdenklicheren Thema etwas dunkler in Grün und Blau gehalten. Und der Typ auf dem Cover erinnert mich vom Profil her stark an Dylan O’Brien von der Serie „Teen Wolf“ bzw. aus dem Film „Maze Runner“. Geht’s nur mir so? 😯

Dass „Flower“ von Elizabeth Craft und Shea Olsen auf dem letzten Rang in dieser Runde gelandet ist, ist für mich ziemlich klar. Ich habe nichts gegen schlichte Cover, die einfach minimalistisch gehalten sind mit nur ein paar farblichen Akzenten, aber gegen die zwei anderen Bücher ist es einfach zu wenig farbenfroh. Es weckt nur gering Interesse. Obwohl ich das mit den Rosenblättern auch ganz süß finde – für diese Runde hat’s nicht gereicht.


Runde 2: Der Titel

Tja… Fragt mich nicht warum, aber hier erobert „Wenn du mich küsst“ den ersten Platz. Der Titel klingt einfach gut und passt super zum Cover! Auf den zweiten Platz drängelt sich dann auch schon „Herzmuschelsommer“. Auch hier ist der Titel echt stimmig im Zusammenhang mit dem Buchcover. Ich finde, das ganze Buch wirkt gleich noch viel romantischer und verspielter – es verspricht eine traumhaft schöne Liebesgeschichte.

Leider wieder abgeschlagen auf dem dritten Platz befindet sich „Flower“. Ohne die Leseprobe macht der Titel leider wenig Sinn, und folglich sieht man ja erst den Titel und anschließend liest man die Leseprobe. Er bietet zwar Freiraum für Fantasie, aber so sonderlich kreativ ist er auch wieder nicht… Gut finde ich aber das visuelle Erscheinen des Titels, das O wurde durch Rosenblätter ersetzt, was den Titel zum zentralen Blickfang des ganzen Covers macht.


Runde 3: Die Geschichtestory-runde-3

Als erstes fasse ich hier einfach kurz zusammen, worum es geht. Einerseits habe ich diese Infos vom Klappentext andererseits aus der Leseprobe:

In „Flower“ geht es um Charlotte und Tate. Charlotte arbeitet neben der Schule im Blumenladen Bloom Room, während Tate ein total berühmter Popstar und Sänger ist. Tate kommt eines Tages in ebendiesem Laden vorbeigeschneit. Natürlich schnallt Charlotte erstmal nicht, wen sie da vor sich hat. Sie lässt sich schließlich, nach ein paar anderen Geschehnissen und einem erneuten Wiedersehen, auf ein Date ein…

Geschrieben ist dieses Buch aus der Ich-Perspektive, also der Sichtweise von Charlotte.

 

Wenn du mich küsst“ handelt einerseits von Monroe, die sich seit dem Tod ihres kleinen Bruders wie in ein Schneckenhaus zurückgezogen hat und todunglücklich und traurig ist. Andererseits von Nathan, der auch ziemliche Probleme hat. Nach einem Vorfall in der Vergangenheit liegt sein ehemals bester Freund im Koma und er selbst hätte für dieses mysteriöse Verbrechen eigentlich ins Gefängnis kommen können.

Die beiden treffen schließlich aufeinander…

Dieses Buch wird einerseits aus der Ich-Erzählerperspektive von Monroe als auch aus der von Nathan erzählt.

 

Herzmuschelsommer“ – diese Geschichte handelt von Kim, die plötzlich erfährt, dass sie nach der Geburt vertauscht worden ist. Weil die Sommerferien vor der Tür stehen, nimmt sie die Gelegenheit beim Schopf und reist kurzerhand in die Bretagne (Frankreich), um ihre biologischen Eltern kennenzulernen. Dort läuft sie aber auch dem geheimnisvollen Padrig über den Weg…

Und wie es der Zufall so will, dürfen wir auch hier wieder mit einer Ich-Erzählerin, Kim, in ihre Welt eintauchen!

 

Huhu! Riesen Überraschung… Diesen vorletzten Kampf im Ring gewinnt wieder „Wenn du mich küsst“! Die Hauptprotagonisten mochte ich in diesem Buch einfach total, man merkt schon auf diesen wenigen Seiten, dass sie Ecken und Kanten haben, tief verwurzelte Konflikte und Sehnsüchte. Monroe war einfach total sympathisch, ich konnte ihre Trauer hautnah nachvollziehen, weil sie so spürbar war durch ihr Verhalten und ihre Gedanken. Aber auch Nathan ist auf diesen Seiten schon zu einem wirklich interessanten Charakter geworden! Im Vergleich dazu blieb Kim aus „Herzmuschelsommer“ irgendwie oberflächlich, ich konnte nicht wirklich mit ihr sympathisieren und hatte nicht das Gefühl, dass wir auf einer ähnlichen Wellenlänge schwimmen würden. Charlotte aus „Flower“ mochte ich da schon mehr, sie war ganz niedlich, ein bisschen naiv aber süß. Leider war sie mir aber doch zu sehr dieses 0815 Dummerchen, das den Weltstar vor sich nicht erkennt!

In dem Fall hat dennoch Charlotte mit Ach und Krach den zweiten Rang erobert.


Endrunde: Fazit

Nachdem „Flower“ schon nach der ersten Runde eigentlich größtenteils reglos am Boden dahinvegetiert hat, gewinnt „Wenn du mich küsst“ ziemlich überlegen! Hier hat einfach alles gut für mich zusammengepasst, Cover und Titel sind stimmig, ich finde die Story echt interessant und die Charaktere waren mir von Anfang an sympathisch. Dieses Buch werde ich definitiv im Kopf behalten!

Wenn du mich küsst von Juliana Stone
©Lea-Sophie K., Bildrechte Cover: Ravensburger Verlag

Da diese Bücher ja nun nicht mehr absolut neu sind, würde es mich natürlich interessierten, ob jemand von euch eines davon schon gelesen hat und wenn ja, wie ihr es fandet!

 

Und da ihr ja oben in der Überschrift schon erkennen konntet, dass es sich hier um Teil 1 handelt, wird diese Idee natürlich fortgesetzt! Ich freue mich auf Feedback!

Die nächsten drei Leseproben warten schon begierig darauf, gelesen und bewertet zu werden! 😛

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5 Kommentare zu „Her mit den Leseproben! (Teil 1)

    1. Hallo! 😀
      Freut mich, dass dir/euch der Beitrag gefällt! Gefällt dir/euch denn die Idee dazu? Bisher habe ich wenig Feedback erhalten und weiß daher nicht, ob ich diese Reihe weiterführen soll! 🙂

      Nach eurer Rezension steht „Wenn du mich küsst“ nun endgültig auf meiner WuLi! 😉

      LG

      Gefällt 1 Person

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