Her mit den Leseproben #2

Hallo Bücherwurm!

Viel zu lange hast du auf Teil 2 meiner „Her mit den Leseproben!“-Reihe warten müssen – hier ist er! (Und ja, mir ist durchaus bewusst, dass dieser Name bescheuert klingt. Ich bin äußerst offen für Gegenvorschläge!😅)

Heute im Fokus: Die Leseproben „Wenn du vergisst“ von oetinger34, „Worte für die Ewigkeit“ aus dem Chicken House Verlag und das dtv-Buch „Sieben Nächte in Tokio“!

Wie gehabt gibt es drei Runden, wobei ich mir erlaubt habe, die Runden-Themen ein wenig zu verändern. In Runde 1 geht es wie gehabt um das Cover. In Runde 2 fasse ich den Inhalt kurz zusammen und verrate dir, welche Erwartungen ich an die Story habe. Runde 3 befasst sich dann mit meinem Eindruck, den ich direkt nach dem Lesen der Leseprobe verfasst habe.

Wie sollte es anders sein – die Endrunde ist dann aber natürlich wieder das Fazit!

An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass ich hier meine persönliche Meinung äußere!


Runde 1: Das Cover

Alle drei Bücher vermitteln ihren eigenen Charme – das Cover von „Wenn du vergisst“ machen all diese Zeichnungen und das Gekritzel einzigartig. „Worte für die Ewigkeit“ sieht total episch aus, als würde das Mädchen irgendwo hoch oben stehen und unter ihr ginge die Welt unter. „Sieben Nächte in Tokio“ sieht ganz nett aus, ist jetzt aber kein wirklicher Blickfang – das Cover passt aber super zur Geschichte mit diesen Großstadtlichtern und den Schriftzeichen!

Platz 1 erobert in dieser Runde also „Wenn du vergisst“, gefolgt von „Worte für die Ewigkeit“. „Sieben Nächte in Tokio“ liegt etwas abgeschlagen auf Platz 3.


Runde 2: Inhalt

In Wenn du vergisst geht es um Zoe, die eines Tages aufwacht und sich an nichts und niemanden mehr erinnert. Sie weiß nicht, wie sie heißt oder was mit ihr passiert ist.
Sehr viel mehr gibt der Klappentext nicht her – und ich finde das auch ziemlich gut! Ich glaube, an dieses Buch muss man wirklich mit wenig Vorwissen rangehen, ansonsten wäre die Spannung nicht mehr gegeben. Diese Geschichte verspricht sehr twistreich und spannungsgeladen zu sein!

Der Klappentext von Worte für die Ewigkeit stellt zwei romantische Geschichten in Aussicht, die sich scheinbar in irgendeiner Weise irgendwann schneiden werden. Beide Handlungsstränge erzählen jeweils die Geschichte von einer 16jährigen in Montana. Einziger Unterschied: Die eine Geschichte ist in der Gegenwart angesetzt und die andere im Jahre 1867! Hope aus der Gegenwart muss gezwungenermaßen den Sommer in Montana verbringen. Auf einer Pferderanch lernt sie dann jedoch Cal kennen, der ihr Leben auf den Kopf stellt – was auch immer das bedeuten mag. Emily hingegen wird von dem Halbindianer Nate gerettet, nachdem ihre Kutsche, die auf dem Weg zu ihrem zukünftigen Ehemann ist, verunglückt ist. Ich erwarte eine große Portion Romantik, ein wenig Herzschmerz und Drama!

Die Haupterperson in Sieben Nächte in Tokio ist Sophia, die nach vier Jahren in Tokio wieder zurück in die USA ziehen muss. In dieser Weltmetropole muss sie ihre engsten Freunde zurücklassen. Kurz vor ihrer Abreise, genau genommen eine Woche, kehrt ihre erste große Liebe Jamie Foster-Collins wieder zurück nach Tokio. Der einstige Junge ihrer Träume, der Herzensbrecher, schafft es erneut, ihre ohnehin wegen dem Umzug rotierenden Gefühle durcheinanderzuwirbeln.
„Sieben Nächte in Tokio“ klingt nach einem süßen Buch für Zwischendurch – hoffentlich mit viel Tokio-Flair! Und mal im Ernst, allein der Name Jamie Foster-Collins hat ja schon was, oder?😅😉


Runde 3: Eindruck nach dem Lesen der Leseprobe

Illustrationen Wenn du vergisstWenn du vergisst

Die Leseprobe startet unmittelbar im Geschehen. Wir sind sofort gemeinsam mit dem namenlosen Mädchen auf der Flucht, das völlig verängstigt und eingeschüchtert ist. Sie ist panisch, weiß nicht warum und vor wem sie Angst haben soll. Ihre Gedanken sind ein Wirrwarr – nur abgehakte Fetzen. Sie weiß nicht, wer sie ist und das vermitteln diese kurzen, beinahe zusammenhangslosen Sätze wirklich gut. Auch uns ergreift die Panik, die Furcht und die Ungewissenheit.

Die Illustrationen passen außerordentlich gut zum Text – scheinbares Gekritzel passt zu einer Textstelle wie die Faust auf’s Auge.

So spannend, mitreißend und nervenzerreißend diese Leseprobe auch scheinen mag – ich muss leider gestehen, dass dieser abgehakte Stil, diese Panikmache, mir nur wenig zusagt. Man muss bereit sein, dass man mit der Namenlosen ins Ungewisse tappt, sie auf einer Reise begleitet, deren Ziel uns beiden unbekannt ist.

zitate„Ich, ich … weiß nicht, wer ich bin“, flüstere ich, mein Blick streift über die Bäume. Hat sich dort hinten etwas bewegt? Ich springe auf, mir wird schwarz vor Augen, der Boden kippt unter mir weg.

Wenn du vergisst, S. 2 lt. Leseprobe

Worte für die Ewigkeit

Ich habe ja ein Faible für Bücher, die einerseits einen Handlungsstrang in der Gegenwart haben und andererseits einen, der in der Vergangenheit spielt. Aus diesem Grund war ich äußerst enttäuscht, dass die Leseprobe nur so kurz war – ich war sofort im Geschehen drin und hätte am liebsten gleich weitergelesen! Der Schreibstil ist absolut mitreißend, fesselnd und flüssig –  der moderne, jugendsprachliche Stil, der im krassen Kontrast zum etwas antiquierten steht, weil ein Teil der Story im Jahre 1867 stattfindet. Interessant ist auch, dass die Kapitel, die im 19. Jahrhundert spielen, direkt aus Emilys Sichte erzählt werden – eine Ich-Erzähler-Perspektive also. Hopes Teil der Geschichte wird zwar personal aber aus der dritten Person geschildert.

Lange Rede, kurzer Sinn – ich bin begeistert! Ich will unbedingt erfahren, wie es mit Emily und dem fremden jungen Mann (in weiterer Folge wohl bekannt als Nate) weitergeht und was mit Hope und Cal passiert!

zitate„Ich vergaß mein enges Korsett, so gebannt war ich von dir. Du hast dein Pferd in dem zerfurchten Staub neben dem Anbindebalken des Hotels zum Stehen gebracht und dich so anmutig aus dem Sattel geschwungen, dass mir der Atem stockte.“ Worte für die Ewigkeit, S. 1 lt. Leseprobe (Emily)

Und weil dieses Buch voll schöner Stellen ist – hier gleich noch ein Zitat!

zitate„Er hatte tiefblaue Augen, glänzendes braunes Haar, das er aus dem Gesicht gestrichen hatte, hohe Wangenknochen und sonnengebräunte Haut, die beinahe staubig aussah. Hope war wie elektrisiert.“

Worte für die Ewigkeit, S. 5 lt. Leseprobe (Hope)

Sieben Nächte in Tokio

Ganz süß, aber nicht wirklich aufregend – das ist das erste, was mir nach dem Beenden der Leseprobe in den Sinn gekommen ist. Ich habe schwer in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil war etwas zäh und so richtig folgen konnte ich der Geschichte in diesen ersten Kapiteln auch nicht ganz. Ich habe ein bisschen Tokio-Flair aufgeschnappt, was ganz cool ist, aber so wirklich viel  konnte ich durch die recht sporadischen und ungenauen Beschreibungen nicht auffassen.

zitate„(…) Mit dem Wissen, auch diesen neuen Ort irgendwann wieder hinter mir lassen zu müssen – als schwebte ich ständig in der letzten Sekunde, bevor der Traum endet und die Welt sich auflöst.“

Sieben Nächte in Tokio, S. 2 lt. Leseprobe

In dieser Runde geht der erste Platz ganz klar an „Worte für die Ewigkeit“! Diese Geschichte würde ich sofort und auf der Stelle lesen! „Sieben Nächte in Tokio“ liegt weit dahinter und „Wenn du vergisst“ völlig ko. am Boden.


Worte für die Ewigkeit Siegerbild

Fazit:

Auch wenn ich bisher nicht weiß, was das Cover mit der Geschichte gemein haben soll, gewinnt in diesem Leseprobenbattle „Worte für die Ewigkeit“! Der Schreibstil ist mitreißend, die Charaktere sehr sympathisch … und die Leseprobe viel zu kurz!

„Wenn du vergisst“ und „Sieben Nächte in Tokio“ sind vielleicht schön anzusehen und vom Inhalt her auch sehr ansprechend – nach dem Lesen der Leseprobe habe ich aber für mich festgestellt, dass beide Bücher wohl eher nichts für mich sind.


Alle dieser Bücher sind schon eine ganze Weile auf dem Markt – hast du eines davon schon gelesen und widersprichst meinem ersten Eindruck? Welches Buch hat für dich das schönste Cover und welches spricht dich am meisten vom Inhalt her an?

libriabella Lea-Sophie_2

Falls du Teil eins dieser Reihe noch nicht kennst – einmal hier klicken!

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3 Kommentare zu „Her mit den Leseproben #2

  1. Coole Idee und schöne Beitragsreihe!
    Ich lese nie Leseproben, finde deine Gedanken aber trotzdem sehr spannend. 🙂
    Und vielleicht hättest du dir die Bücher sogar gekauft, obwohl sie scheinbar nicht dein Fall sind, von daher können Leseproben auch echt hilfreich sein. Ich lese nur mal rein, wenn ich eine Rezensionsanfrage bekomme und ganz unsicher bin.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Nicci!
      Vielen lieben Dank – das freut mich sehr!😊🙃
      Das kann ich absolut nachvollziehen, so ging’s mir ja die längste Zeit ebenfalls! Aber irgendwann kam die Idee zu dieser Beitragsreihe – und wie du schon erwähnt hast, hat mich das Lesen der Leseproben tatsächlich schon vom ein oder anderen Fehlkauf bewahrt!

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Lea-Sophie

      Gefällt 1 Person

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