Neues Herzensbuch & Ein Blick in mein Bullet Journal

Wie ich aufs Bullet Journaling gekommen bin, weiß ich nicht mehr so genau. Ernsthaft damit auseinandergesetzt habe ich mich, nachdem ich „Save Me“ gelesen hatte – Ruby, eine der zwei Protagonisten, führt ja selbst eines und organisiert und strukturiert damit ihr ganzes Leben. Ich bin, gelinde gesagt, ein ziemlich chaotischer Mensch. Dass ich seit Schulbeginn immer konsequent meine Hausaufgaben aufschreibe, grenzt schon beinahe an ein Wunder – ich lebe eher frei dem Motto: Das Genie beherrscht das Chaos – du weißt schon… Dass das nicht ewig so weitergehen konnte, war von vorneherein klar.

In der Zeit, als ich das Bullet Journaling durch Stöbern im Internet entdeckt habe, war ich gerade auf der Suche nach einem neuen Hobby, in dem ich mich kreativ austoben könnte und das sich fernab von irgendwelchen technischen Geräten und dem Internet abspielt – sofern das möglich ist. Dass das Bullet Journaling sowohl das Kreative als auch das Strukturierte vereint, war natürlich das Tüpfelchen auf dem I, für mich kleine Chaotin. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert, sagte ich mir. Es kam jedensfalls eins zum anderen und schließlich fand ich mich – dann doch wieder im Internet surfend – auf Pinterest wieder. Beim Stöbern wurde ich schier überwältigt durch diese große Bandbreite an möglichen Designs, Schriftarten und Übersichten – mir tat sich eine wahre Inspirationsgoldgrube auf, aber irgendwie war da nicht das dabei, was ich eigentlich benötigt hätte: eine kleine Starthilfe. Weil ich nun mal ungern etwas nur so a bisserl angehe, wollte ich eine professionelle Grundlage. Wie durch Zufall bin ich auf Jasmin Arensmeiers Buch gestoßen. Und was soll ich sagen? Ich bin schwer begeistert.

Durchblättern_Journal_JasminArensmeier

Mit Pinterest bietet sich einem zwar eine große Vielfalt an möglichen Designs, aber so richtig gezeigt bekommt man dort nirgendwo, wie man denn eigentlich beginnen könnte. Wie man loslegt, was man dabei beachten sollte, welche Materialien man für den Anfang benötigt und was unbedingt in einem Bullet Journal verhanden sein sollte – Jasmin Arensmeier hat mich mit all diesen Informationen versorgt! In ihrem Buch fand ich die Stützräder, die ich zu Beginn gebraucht habe, um dann selbst so richtig durchzustarten. Ich habe mich schon getraut, meine Designs selbst anzupassen, Dinge von Pinterest nachzuprobieren und bin – wie Jasmin schon vorausgesagt hat – damit auch schon öfter auf die Nase gefallen… Aber hier mal ein paar Ausschnitte aus meinem Bullet Journal:

Weekly Spread März

schlaf log März Ich bin längst nicht zufrieden, aber für den Anfang macht es mich schon ziemlich glücklich. Meine Schrift muss noch optimiert werden, mein Weekly Spread ist auch noch nicht ganz das, was ich eigentlich brauche, aber hey – ich lerne von Woche zu Woche dazu und darüber, dass das meine ersten Versuche überhaupt waren, bin ich tatsächlich sehr happy!

Richtig gerne habe ich mein Schlaf Log und den Gewohnheitstracker. Es ist einfach spannend zu sehen, wie stark meine Schlafenszeiten während der Woche und wochenends voneinander abweichen. Durch den Gewohnheitstracker wird mir bewusster, was ich tatsächlich oft mache und womit ich nur dem Gefühl nach sehr oft meine Zeit verbringe.

Beide Formen von Tracker habe ich durch Jasmins Buch entdeckt und auf mich selbst abgestimmt. Sie hat verschiedene Versionen dieser Tracker näher vorgestellt und auch bildlich dargestellt, sodass die Anpassung super einfach für mich war. Zudem enthält das Buch eine Liste von 99 Dingen, die man tracken könnte. Einige davon habe ich in meinen Gewohnheitstracker eingebaut, einige habe ich mir selbst überlegt. Für den Anfang waren es 21 Dinge, die ich getrackt habe – ich möchte ihn aber zukünftig noch ein wenig ausbauen.

books read in 2018

Eine meiner allerliebsten Seiten in meinem Bullet Journal ist diese Doppelseite – auf der linken Seite befindet sich meine Bücherwunschliste, auf der rechten mein Bücherregal, in das jedes Mal ein neues Buch gezeichnet wird, wenn ich eines beendet habe. Es motiviert und macht mich gleichzeitig sehr glücklich, wenn ich meine gelesenen Schätze auf einen Blick sehen kann. Bislang ist das Regal noch sehr farblos, das wird aber demnächst geändert.

Für beide Seiten hat mir Jasmin den nötigen Input durch ihr Buch geliefert – gestaltet habe ich sie aber beide selbst und ohne eine direkte Vorlage – hat auch so recht gut geklappt, oder?

Und weil ich’s grad seh‘ – wenn mir was echt fürchterlich danebengegangen ist, dann verwende ich Washitape oder einen etwas dünneren Karton mit schönem Muster, damit kann man Missgeschicke schnell und unkompliziert überkleben. Hat bei mir bisher einwandfrei funktioniert!

Letteringpens

Welches Material ich verwende? Neben diesen drei Handlettering-Stiften von Tombow verwende ich vor allem simple Fineliner (schwarz, grün, pink), Bleistift und Radiergummi, Washitape, Tixo, Lineal, eine Tasse für runde Kreise und bunten Karton.


Jasmin greift in „Gestalte dein Journal nach der Bullet-Methode“ die verschiedensten Themen auf: Sparen, Ziele setzen und erreichen, Finanzorganisation, Produktivität steigern usw. Es geht hierin also nicht nur darum, wie man ein äußer- und innerlich hübsches Aussehen des Bullet Journals errreichen kann, neben den verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten zeigt Jasmin vor allem auch Wege auf, wie man das Bullet Journal personalisieren und damit zu einem wichtigen Bestandteil im eigenen Leben machen kann. Das Bullet Journal soll etwas sein, das man auch Jahre später noch gerne zur Hand nimmt und nicht wie normale Taschenkalender lieblos in den nächstbesten Mistkübel nach Ablauf des Jahres wirft. Ich für meinen Teil blättere schon jetzt sehr sehr gerne mein Exemplar durch, gebe mir viel Mühe und investiere viel Zeit in die Gestaltung.


Fazit:

„Gestalte dein Journal nach der Bullet Methode“ zählt eindeutig zu meinen Herzensbüchern. Es bietet nicht nur die perfekte Grundlage für Bullet Journal Beginner wie mich, sondern auch noch viele weitere Ratschläge, wie man glücklicher, kreativer und erfolgreicher wird, die man jederzeit brauchen kann – also definitiv auch ein Buch für bereits Fortgeschrittenere!

Ich für meinen Teil bin absolut begeistert und kann das Buch wärmstens weiterempfehlen – nicht zuletzt auch wegen der tollen Aufmachung, den vielen färbigen Bildern und den vielen persönlichen Tipps und Tricks! Ich nehme es immer wieder zur Hand, weil es mir nicht nur bei der Gestaltung meines eigenen Journals hilft, sondern auch dabei, neue Abläufe in meinen Alltag zu integrieren – es gibt noch so viele Sachen, die Jasmin in ihrem Buch vorstellt, die ich gerne ausprobieren möchte! Durch Jasmin Arensmeiers Buch habe ich ein neues Hobby gefunden, in dem meine kreative Ader aufblühen kann – und es macht mir eine Menge Spaß!

„Gestalte dein Journal nach der Bullet-Methode“ gehört für mich einfach in die Kategorie LIEBLINGSBUCH und erhält daher auch die vollen 5/5 Bücherbärlis!

5Bücherbärlis


Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode von Jasmin Arensmeier

Arensmeier, Jasmin: Gestalte dein Journal mit der Bullet-Methode. Kreativ werden, Ziele verwirklichen, Glück finden| ISBN: 978-3-517-09684-1 | € 15,00 [D] / € 15,50 [A] | Erscheinungstermin: 05.03.2018 | Hier findest du nähere Infos!

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Südwest Verlag für das Rezensionsexemplar!


Würden dich denn eigentlich Updates zum Set Up meines Journals interessieren? Der April steht schließlich bereits vor der Tür…

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5 Kommentare zu „Neues Herzensbuch & Ein Blick in mein Bullet Journal

  1. Dein Bullet Journal ist so, so schön! Jetzt fühle ich mich beinah schlecht, weil ich mein eigenes fast stiefmütterlich behandle 😀 Das mit dem Schlaf Log ist auch ziemlich cool – vielleicht übernehme ich das mal, ich brauche Motivation für mehr guten Schlaf! 😀

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    1. Danke, danke, danke! Freut mich voll, dass es dir so gut gefällt!😊
      Und ja – unbedingt! Ich bin tatsächlich draufgekommen, dass ich länger schlafe, seitdem ich das BJ führe! Grade, weil ich bei meinem Gewohnheitstracker auch schaue, wann ich vor 24h schlafen gehe – und bislang scheint diese voll ausgefüllte Linie irgendwie ein Ansporn für mich gewesen zu sein. So unterbewusst zumindest, weil ich (trotz Ferien!) immer schön früh schlafen gegangen bin!😉

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      1. Ich werd das direkt mal in mein BJ integrieren! Ich liebe es ja eh, wenn man in solchen Listen möglichst viel ausfüllen kann.. 😀 Bin mal gespannt, wie sich mein Schlafverhalten ändert. Ich sollte eh früher ins Bett gehen, bin ne richtige Nachteule 😀

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      2. Dann wären „Dankbarkeitslisten“ vielleicht auch was für dich! Meine aktuelle für den März hab ich jetzt nicht abfotografiert, weil das doch sehr persönlich ist – man notiert jeden Tag eine Kleinigkeit, wofür man dankbar ist/worüber man sich gefreut hat. (Meistens erinnert man sich im Nachhinein ja nur an negative Sachen – damit versuche ich ein bisschen positiver zu denken und mich mehr auf die Dinge zu konzentrieren, die an dem jeweiligen Tag gut geklappt haben/schön waren!)

        Ich bin gespannt, ob sich da was für dich ändert! Gib mir gern Bescheid! (Bei mir scheint’s jedenfalls bisher tatsächlich was geholfen zu haben… 😉 )

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      3. Sowas ähnliches habe ich auch – aber als monatlicher spread mit Dingen, für die ich in diesem Monat dankbar bin und solchen, auf die ich mich im nächsten Monat freue. 🙂 Ist echt ganz schön, wenn man sich am Ende des Monats wirklich darauf besinnt wofür man eigentlich dankbar ist. Aber als tagtäglicher Slot wäre das auch hilfreich. Ich schau mal wie ich das integrieren kann 🙂
        Das mach ich! Ich bin auch gespannt ob sich was ändert 😀

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