{Rezension} Kiss me in Paris von Catherine Rider

Passend zur klirrenden Kälte draußen – Frühling, wo bist du? – bin ich noch einmal ins vorweihnachtliche Paris abgetaucht. Dass das Buch in der Stadt der Liebe spielt, ist unschwer zu erkennen – aber worum geht es denn?

Eigentlich will Jean-Luc nur seine Ruhe haben und sich endlich diesem verflixten Fotoprojekt für die Uni widmen, als plötzlich Serena auftaucht. Die quirlige Amerikanerin mit den (total geschmacklosen) grell-orangen Turnschuhen bringt ihn ziemlich aus der Fassung mit ihrer vollgestopften Agenda. Ganz zufälligerweise wäre diese Sightseeingtour – selbstverständlich im High Speed Tempo – genau das, was er für sein Fotoprojekt brauchen könnte. Und so machen sich die beiden auf, um Paris zu erkunden auf den Spuren von Serenas Eltern, die vor fünfundzwanzig ihre Hochzeitsreise in der Stadt der Liebe verbracht hatten….

Kiss me in Paris_

Beide Protagonisten haben es mir leicht gemacht, sie zu mögen. Serena ist durchorganisiert, weiß, was sie will, verliert ihren Witz trotz misslicher Lage nicht und ist durch und durch eine total bodenständige und sympathische Person. Aus ihrer Perspektive zu lesen hat mir sogar ein klein wenig besser gefallen, als aus der von Jean-Luc, weil sie teilweise durch ihre Gedanken urkomisch und total herzig war. Jean-Luc war da nämlich ein wenig verschlossener – der typische Künstlertyp. Ein echter Franzose eben! Auch ihn mochte ich sehr gerne, vielleicht auch deshalb, weil er nach und nach auftaute und seine verletzliche Seite gezeigt hat.


(Jean-Luc und Serena stehen an, um ins Louvre zu gelangen)

Direkt gegenüber, auf der anderen Seite der Pyramide, gibt es eine wesentlich längere Wartereihe für die spontaneren unter den Touristen, nämlich die ohne Reservierung – oder, wie ich sie nenne, die Verrückten.
(Seite 34)

Diese Stelle war gerade deshalb so witzig, weil ich bei meinem Besuch des Louvres zu ebendieser Sorte von Touristen gehört habe…

Dadurch, dass ich selbst auch schon durch Montmartre spaziert bin, vor Notre Dame stand, mich durch die Besucher von „Shakespeare and Company“ geschlängelt und den Eiffelturm bewundert habe, konnte ich mich gut in Serena hineinversetzen. Es war einfach schön, noch einmal in die Stadt der Liebe einzutauchen – ein bisschen bin ich ja doch in Erinnerungen geschwelgt dadurch…


Fazit:

„Kiss me in Paris“ ist ein süßes, weihnachtliches Buch, das den totalen Paris-Flair versprüht – mit Jean-Luc erzählt ein echter, sehr sympathischer Franzose seine Sicht der Dinge und mit Serena kommt eine aufgeweckte, niedliche Amerikanerin zu Wort, die mit typischen Touristen-Augen diese Großstadt zum ersten Mal erlebt.

Wer eine kurzweilige Geschichte sucht, die einen ganz ganz viel von Paris (mit)erleben lässt, kombiniert mit einer ordentlichen Portion Liebe, ist hier goldrichtig! Das Autorenduo, das hinter Catherine Rider steckt, konnte mich mit dieser Geschichte von sich überzeugen – „Kiss me in Paris“ hat einfach Spaß gemacht, denn obwohl es total witzig ist, schlug es ab und an auch mal ernstere Töne an und die sind den beiden wirklich gut gelungen, nicht nur einmal war ich sehr gerührt.

Ich ordne das Buch in die Kategorie BUCHTIPP ein und vergebe 4/5Bücherbärlis:

4 Bücherbärlis


Kiss me in Paris von Catherine Rider

Rider, Catherine: Kiss me in Paris| ISBN: 978-3-570-16478-5 | € 12,99 [D] / € 13,40 [A] | Erscheinungstermin: 02.10.2017 | Hier findest du nähere Infos!

Vielen Dank an das Bloggerportal und den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

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