Eine Handvoll Sommerneuzugänge | 7 vom SuB

…eine kleine Reise in die Vergangenheit:

Ich tippe diesen Beitrag, während mir die letzten Strahlen der Sommerabendsonne ins Gesicht scheinen. Den Bücherstapel neben meinem Bett erreichen sie nicht mehr – mein SuB wächst unaufhaltsam. Einige Exemplare, die sich erst seit Kurzem darauf befinden, stelle ich dir heute vor.

Kleiner Disclaimer vorneweg: Die Bücher habe ich allesamt – mit Ausnahme des letzten – gebraucht gekauft. Ich bin nämlich großer Fan davon, Bücher Second Hand zu erwerben!


Die Bücher im Überblick:

  • Straßburg, Gottfried von: Tristan – Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch (Band 1)
  • Handke, Peter: Die linkshändige Frau
  • Kutscher, Volker: Der nasse Fisch (Gereon-Rath-Reihe Band 1)
  • Schirach, Ferdinand von: Verbrechen
  • Mora, Terézia: Die Liebe unter Aliens
  • Dicker, Joël: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
  • Jandl, Ernst: Laut und Luise

Im Rahmen meines Studiums habe ich mich schon einige Male mit mittelhochdeutschen Texten beschäftigt – der Fokus lag dabei (neben anderen Werken) vor allem auf dem Artusroman „Iwein“ von Hartmann von Aue. Damit sich die Anschaffung eines mittelhochdeutschen Wörterbuchs auch richtig ausgezahlt hat, habe ich mir nun kürzlich „Tristan“ von Gottfried von Straßburg bestellt.
Eine modernere Übersetzung von „Tristan und Isolde“ steht schon eine Weile ungelesen in meinem Bücherregal – jetzt bin ich aber (hoffentlich) gerüstet fürs Original!


Ich bin ganz ehrlich: Nach meiner Lektüre von „Versuch über den geglückten Tag“ war ich eigentlich felsenfest davon überzeugt, dass ich um Werke von Handke in Zukunft eher einen Bogen machen würde. Nun ja, „Die linkshändige Frau“ hat mich dann doch nicht mehr losgelassen, immerhin bin auch ich Linkshänderin. Das Buch ist also wirklich nur des Titels wegen in meinem Warenkorb gelandet – ich HOFFE, es enttäuscht mich nicht!


Zu „Verbrechen“ wurde ich durch den True-Crime-Podcast „Mordlust“ von Laura Wohlers und Paulina Krasa angefixt – in einer der ersten Folgen wurde das Buch einmal erwähnt und weil ich – seeeehr viele Podcastfolgen später – immer noch so neugierig darauf war, wollte ich es unbedingt haben. Besonders spannend ist bei diesem Buch natürlich, dass von Schirach hier echte Kriminalfälle, die er als Strafverteidiger erlebt hat, nacherzählt.


Um „Der nasse Fisch“ bin ich ebenfalls schon eine ganze Weile herumgeschlichen – ich bin nämlich großer Fan der Serie „Babylon Berlin“ und ebendiese Serie basiert auf den Büchern von Volker Kutscher rund um den Kommissar Gereon Rath. Ich habe schon ewig keinen Krimi mehr gelesen und kann’s daher kaum erwarten, in das Berlin der 20er- und 30er-Jahre abzutauchen … (Hier findest du übrigens eine sehr gelungene spoilerfreie Rezension von Sabine aka Ant1heldin zur dritten Staffel von „Babylon Berlin“!)


Wie ein Krimi klingt auch „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ – vor einigen Jahren wurde mir das Buch empfohlen und nachdem ich es stark reduziert entdeckt hatte, musste ich endlich zuschlagen. Ich hab schon viel Positives über diesen Roman gehört/gelesen, meine Erwartungen sind dementsprechend groß. Mit gut 700 Seiten ist es zusätzlich ja auch noch ein kleiner Schinken …


Mit „Die Liebe unter Aliens“ findet sich ein weiterer Band mit Kurzgeschichten unter meinen Neuzugängen. Im Rahmen einer Vorlesung, die sich mit der Literatur von 1880 bis zur Gegenwart beschäftigt hat, habe ich „Der einzige Mann auf dem Kontinent“ von Terézia Mora gelesen – ihr ansprechender Schreibstil hat mich neugierig auf mehr gemacht. (Band 2 der Reihe um den Protagonisten Darius Kopp liegt übrigens auch noch auf meinem SuB – so als kleine Randinformation.)


Zu guter Letzt ist da noch der Lyrikband „Laut und Luise“ von Ernst Jandl. Ich freu mich schon darauf, wenn ich entspannt genug bin, mich näher mit Jandls Lyrik zu beschäftigen – ich finde seine experimentelle Lyrik und vor allem seine Sprechgedichte nämlich richtig genial! Ich bin jedes Mal aufs Neue beeindruckt, wie er in seinen Gedichten mit Sprachmaterial spielt. Ich glaube, irgendwann will ich mich auch an ein monovokalisches Gedicht wie „ottos mops“ wagen. („ottos mops“ ist übrigens nicht im Gedichtband „Laut und Luise“ enthalten, nur damit hier keine Missverständnisse entstehen.)


Welche Bücher sind bei dir in letzter Zeit eingezogen?
Und welches Buch willst du als nächstes von deinem SuB befreien?


Dieser Beitrag entstand im Sommer ’21.

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..