Ein Spaziergang entlang der Salzach…

Viel zu lange hat es gedauert, bis ich mich so richtig in Salzburg verliebt habe. Es war nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick – eher so auf den siebundsiebzigsten, achtundsiebzigsten… Ich verbringe so viel Zeit in dieser Stadt, dass ich ihre Schönheit nur mehr am Rande wahrnehme. Aber wenn man entspannt entlang der Salzach spaziert, die Sonne einem dabei ins Gesicht scheint und man breit übers Gesicht strahlt, weil man sich so wohlfühlt, dann sieht man so einiges ein bisschen klarer:

Salzburg ist eine super schöne Stadt!

Die Gelegenheit habe ich also genützt, um endlich mal meine neue Kamera in der Stadt auszuprobieren. Hier ein paar Aufnahmen, die erst gestern bei strahlendem Sonnenschein entstanden sind!

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libriabella liest Klassiker #2

Kaum zu glauben, vor nun mehr über einem Jahr habe ich mit meinem Vorhaben Klassiker zu lesen gestartet. Kleiner Spoiler vorweg: Es war nicht sehr erfolgreich.

Gelesen habe ich bisher drei  – „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth, „Woyzeck“ von Georg Büchner und „Ein Kind“ von Thomas Bernhard.

Ich hätte mir für den Anfang kein besseres Buch als „Jugend ohne Gott“ auswählen können. In einer Lesenacht gemeinsam mit einer Freundin habe ich das Buch in wenigen Stunden verschlungen – spannend, unterhaltend, zum Mitfiebern. Bis heute – nun schon eine ganze Weile, nachdem ich das Buch gelesen habe – schwärme ich von Zeit zu Zeit von der Geschichte. Sehr zu empfehlen sind zudem sowohl der alte Film (gesamt auf YouTube zu finden) als auch der neue, der vor nicht allzu langer Zeit im Kino gelaufen ist. Ich möchte nicht, dass „Jugend ohne Gott“ das einzige Werk bleibt, das ich von Ödön von Horváth gelesen habe – welche weiteren Geschichten könntest du mir empfehlen? Welche würde sich nach „Jugend ohne Gott“ gut eignen?


„Woyzeck“ mochte ich ebenfalls ganz gerne, Georg Büchners Werk war aber nicht unbedingt etwas, das mir nachhaltig im Gedächntis blieb. Das gesamte Buch war sehr dunkel und düster gefärbt. Das Schicksal von Franz Woyzeck hat mich ziemlich mitgenommen und bedrückt. Gefangen in den Ansprüchen an sich selbst und der Gesellschaft an ihn… Ziemlich spannend fand ich zudem den Hintergrund zu diesem Werk – dass „Woyzeck“ an tatsächliche Mordfälle zu Zeiten Büchners angelehnt ist. Das verlieh dem Ganzen gleich wieder einen noch gruseligeren Touch.


Ein Kind_MetapherDer Beitrag hier schlummert schon eine ganze Weile in meinen Entwürfen. Beim letzten Bearbeitungsdurchgang war ich ganz am Anfang meiner Lektüre von „Ein Kind“ von Thomas Bernhard. Nun also ein kleiner Zeitsprung:

Schullektüre. Unfreiwillig. Bisher gefällt mir das Buch absolut nicht. Entschuldigt mal, aber wenn auf einer Seite nur drei Sätze stehen, weil alle so lang und verschachtelt sind, es keinen einzigen Absatz und nur ein einziges Kapitel im gesamten Buch gibt, dann ist das so ein klitzekleines Bisschen demotivierend. Aber was muss, das muss, daher halte ich euch diesbezüglich noch auf dem Laufenden.

Hiermit halte ich mein Versprechen ein: „Ein Kind“ war zu Beginn ein wirklich hartes Kaliber. Man könnte mein Leseverhalten diesbezüglich auch mit einem kleinen, trotzigen Kind vergleichen. Erst im letzten Moment, als das anstehende Referat zum Buch nur noch zwei Tage entfernt war, habe ich zum Buch gegriffen und mich ernsthaft damit beschäftigt. Zum ersten Mal in meinem ganzen Leben habe ich in ein Buch geschrieben, ich habe mir Stellen markiert, Notizen gemacht und verschiedene Textpassagen mit Post-Its hervorgehoben. Was ich zu Beginn niemals für möglich gehalten hätte – ich will nun unbedingt noch andere Werke von Thomas Bernhard lesen. Ich will Fiktives lesen, will wissen, ob er sich selbst in seine Charaktere hineingeschrieben hat, oder ob diese gänzlich anders sind als er. Ich glaube, ich werde mit „Frost“ beginnen, weil das auch der Roman war, mit dem ihm sein Durchbruch gelang. Gut möglich, dass ich auch noch einen weiteren Band seiner fünfteiligen Reihe von autobiografischen Erzählungen lese. Als ich „Ein Kind“ beendet habe, war ich tatsächlich leicht melancholisch, weil ich nicht Abschied nehmen wollte. Das hier war eine echte Geschichte, eine Geschichte, die zum Teil sehr grausam war, aber vor allem sehr berührend… Und wieder einmal hat mir ein Buch gezeigt, dass sich Vorurteile gänzlich aus dem Weg schaffen lassen und die inneren Werte zählen – denn mit der Formatierung des Buches habe ich nach wie vor meine Probleme.


Hier nochmal die Liste der Klassiker, die ich lesen möchte/muss:

  • Ein Kind von Thomas Bernhard
  • Woyzeck von Georg Büchner
  • Jugend ohne Gott von Ödön von Horváth
  • Die Verwandlung von Franz Kafka
  • Sturmhöhe von Emily Brontë
  • Die Abenteuer des Sherlock Holmes (Sammelbände) von Sir Arthur Conan Doyle
  • Homo Faber von Max Frisch
  • Der Kirschgarten von Anton Pawlowitsch Tschechow
  • Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt
  • Der Vorleser von Bernhard Schlink
  • Das Parfum von Patrick Süskind
  • Der Fänger im Roggen von J.D.Salinger
  • Faust I – Der Tragödie erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe
  • Romeo und Julia von William Shakespeare
  • Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
  • Vom Winde verweht von Margaret Mitchell
  • Die drei Musketiere von Alexandre Dumas
  • Dracula von Bram Stoker
  • Stolz und Vorurteil von Jane Austen
  • Unterm Rad von Hermann Hesse
  • Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing
  • Effi Briest von Theodor Fontane

Schwarz markiert sind jene Bücher, die schon im April des vergangenen Jahres auf dieser Liste standen, grün jene, die neu hinzugekommen sind. Orange eingefärbt sind Bücher, die schon bei mir Zuhause stehen und durchgestrichen sind jene, die ich schon gelesen habe. Blau markierte Bücher lese ich gerade. Unterstrichene sind Schulleküren.


Dein Lieblingsklassiker?

Und ab wann darf/kann man deiner Meinung nach ein Buch als Klassiker bezeichnen?

{Rezension} Kiss me in Paris von Catherine Rider

Passend zur klirrenden Kälte draußen – Frühling, wo bist du? – bin ich noch einmal ins vorweihnachtliche Paris abgetaucht. Dass das Buch in der Stadt der Liebe spielt, ist unschwer zu erkennen – aber worum geht es denn?

Eigentlich will Jean-Luc nur seine Ruhe haben und sich endlich diesem verflixten Fotoprojekt für die Uni widmen, als plötzlich Serena auftaucht. Die quirlige Amerikanerin mit den (total geschmacklosen) grell-orangen Turnschuhen bringt ihn ziemlich aus der Fassung mit ihrer vollgestopften Agenda. Ganz zufälligerweise wäre diese Sightseeingtour – selbstverständlich im High Speed Tempo – genau das, was er für sein Fotoprojekt brauchen könnte. Und so machen sich die beiden auf, um Paris zu erkunden auf den Spuren von Serenas Eltern, die vor fünfundzwanzig ihre Hochzeitsreise in der Stadt der Liebe verbracht hatten….

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Neues Herzensbuch & Ein Blick in mein Bullet Journal

Wie ich aufs Bullet Journaling gekommen bin, weiß ich nicht mehr so genau. Ernsthaft damit auseinandergesetzt habe ich mich, nachdem ich „Save Me“ gelesen hatte – Ruby, eine der zwei Protagonisten, führt ja selbst eines und organisiert und strukturiert damit ihr ganzes Leben. Ich bin, gelinde gesagt, ein ziemlich chaotischer Mensch. Dass ich seit Schulbeginn immer konsequent meine Hausaufgaben aufschreibe, grenzt schon beinahe an ein Wunder – ich lebe eher frei dem Motto: Das Genie beherrscht das Chaos – du weißt schon… Dass das nicht ewig so weitergehen konnte, war von vorneherein klar.

In der Zeit, als ich das Bullet Journaling durch Stöbern im Internet entdeckt habe, war ich gerade auf der Suche nach einem neuen Hobby, in dem ich mich kreativ austoben könnte und das sich fernab von irgendwelchen technischen Geräten und dem Internet abspielt – sofern das möglich ist. Dass das Bullet Journaling sowohl das Kreative als auch das Strukturierte vereint, war natürlich das Tüpfelchen auf dem I, für mich kleine Chaotin. Einen Versuch wäre es jedenfalls wert, sagte ich mir. Es kam jedensfalls eins zum anderen und schließlich fand ich mich – dann doch wieder im Internet surfend – auf Pinterest wieder. Beim Stöbern wurde ich schier überwältigt durch diese große Bandbreite an möglichen Designs, Schriftarten und Übersichten – mir tat sich eine wahre Inspirationsgoldgrube auf, aber irgendwie war da nicht das dabei, was ich eigentlich benötigt hätte: eine kleine Starthilfe. Weil ich nun mal ungern etwas nur so a bisserl angehe, wollte ich eine professionelle Grundlage. Wie durch Zufall bin ich auf Jasmin Arensmeiers Buch gestoßen. Und was soll ich sagen? Ich bin schwer begeistert. „Neues Herzensbuch & Ein Blick in mein Bullet Journal“ weiterlesen

{Rezension} Save Me von Mona Kasten

Oxford. Rubys größter Traum ist es, eines Tages dort zu studieren – sie kämpft hart dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Ihr oberstes Gebot: nicht auffallen. Als sie mitten in eine Szene tappt, die sie nicht hätte sehen dürfen, ist ihr Mauerblümchendasein schlagartig vorbei. James Beaufort, der einflussreichste und gutaussehendste Typ der Schule, weiß nun, dass es sie gibt. Mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln will er verhindern, dass sie diese eine Sache ausplaudert. Dabei kommen die beiden sich näher als beabsichtigt…


Ich habe eine Weile gebraucht, bis in ich die Geschichte hineingefunden habe. „Save Me“ beginnt ruhig, da wir anfangs erst in die Szenerie eingeführt werden und alle wichtigen Charaktere kennenlernen. Durch die zwei Perspektiven – sowohl Ruby als auch James kommen zu Wort – bekommt man einen guten Einblick in die Gedankenwelt beider Protagonisten. Zu Beginn beschränkt sich der Dialog zwischen ihnen hauptsächlich auf Streitgespräche – James verkörpert gänzlich das, was Ruby so sehr ablehnt. Gerade zu Beginn konnte ich mir absolut nicht vorstellen, dass sich die beiden jemals näherkommen würden.

In Rubys Leben spielt Ordnung, Geregeltheit und Kontrolle eine große Rolle – sie plant ihre Tage klar durch mit Hilfe eines Bullet Journals, das sie überall mit hin nimmt. Ihre Familie nimmt einen wichtigen Part in ihrem Leben ein – harmonische Familienszenen kommen hier nicht zu kurz. Es ist wirklich schön, endlich einmal von einer nicht absolut verkorksten Familie zu lesen, die nicht nur die Blutsverwandtschaft zusammenhält. Hier hilft jeder jedem – gemeinsames Kochen und Spieleabende sind keine Seltenheit im Hause Bell.

Im krassen Gegensatz dazu die hoch angesehene Familie Beaufort.  „{Rezension} Save Me von Mona Kasten“ weiterlesen

{Rezension} Überraschungskuchen von Èva Harlé

Seien wir mal ehrlich,  so gut wie jeder von uns – ich! – liebt Süßes und nascht herzlich gerne. Glücklicherweise habe ich das Backbuch „Überraschungskuchen“ von Èva Harlé entdeckt. Weil ich ab und zu doch ganz gerne den Backhandschuh schwinge, habe ich es mir näher angeschaut!

Allein beim Durchblättern des Backbuches fiel mir die Gestaltung schon sehr positiv ins Auge. Bei vielen Rezepten werden keine außergewöhnlichen und sündteuren Zutaten benötigt, sondern jene, die häufig in unseren Haushalten vorrätig sind. Neben einer guten und einfachen Erklärung, die das Nachbacken leicht macht, überzeugt das Backbuch auch damit, dass Portionsmenge, Vorbereitungs- und Garzeit sowie der Schwierigkeitsgrad und Kostenpunkt angegeben sind. Übrigens: Wer nicht gerne mit Lebensmittelfarbe arbeitet, würde hier nicht glücklich werden – viele der Rezepte würden ohne gar nicht funktionieren, weil der erwünschte Wow-Effekt nicht vorhanden wäre.

Buchseite_Überraschungskuchen
Und so ist eine Rezeptseite gestaltet!

Ich habe mit meiner Schwester zwei Rezepte aus diesem Backbuch ausprobiert, um gleich mal zu testen, ob die Ausführung doch tatsächlich so einfach ist, wie angegeben!

Wir haben zum einen „Muffins mit Keksüberraschung“ nachgebacken und uns zum anderen an „Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern“ versucht! „{Rezension} Überraschungskuchen von Èva Harlé“ weiterlesen

{Rezension} Französisch backen von Aurélie Bastian

Wenn ich an französisches Gebäck denke, erinnere ich mich an meine Kurzaufenthalte in Paris und Straßbourg im letzten Sommer zurück… Kein Wunder also, dass ich mich total begeistert auf „Französisch backen“ von Aurélie Bastian gestürzt habe! Und so viel vorweg – alle Frankophilen, die gerne den Backhhandschuh schwingen und schon etwas Erfahrung mitbringen, sind hier goldrichtig!


Das Backbuch sieht nicht nur von außen traumhaft aus, auch beim Schmökern überzeugt es durch die zahlreichen bunten Fotos – jedes Rezept wird visuell mit zumindest einem Bild dargestellt. Bei schwierigeren Rezepten wie beispielsweise „Macarons d’Aurélie“ (S.78ff.) gibt es Step-by-Step-Aufnahmen, die die Umsetzung erleichtern sollen.

Nach einem Vorwort, sowie einigen Tipps und Tricks zu bestimmten Grundteigen, folgt die Einteilung der Gebäcksorten in folgende Kategorien: Petit déjeuner (Frühstück), Pâtisserie (Gebäck), Goûter (Kaffeezeit) und Grandes occasions (Besondere Anlässe). Abschließend findet sich auch ein Rezeptregister, was sehr hilfreich und zeitsparend ist, wenn man schnell etwas Bestimmtes nachschlagen will.

Wie genau eine Rezeptseite gestaltet ist? Das zeige ich dir am Beispiel von Gaufres – bei uns eher bekannt unter dem Begriff Waffeln!

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