REZENSION | Glattauer, Daniel: Gut gegen Nordwind & Alle sieben Wellen

Ein kleines „e“ zu viel in der Adresszeile und Emma Rothners Abonnementkündigung des LIKE-Magazins landet, anstatt beim gewünschten Empfänger, bei Leo Leike. Weitere versehentlich versandte E-Mails führen dazu, dass die beiden schließlich regelmäßig miteinander schreiben und sich anfreunden. Online – versteht sich. Doch die Anziehung zwischen den beiden wird mit E-Mail zu E-Mail immer größer. Emma ist verheiratet, ja, sogar glücklich verheiratet, und in Leos Leben taucht dessen Ex-Freundin, von der er einfach nicht loskommt, immer wieder auf.

Würde der Reiz der Anonymität verloren gehen, wenn sie sich treffen würden? Was wäre danach? Würden sie sich überhaupt noch schreiben wollen oder wäre alles zwischen ihnen gesagt?

[…] Schreiben Sie mir, Emmi. Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf. […] Ich könnte tausendmal Emmi schreiben. Emmi schreiben ist Emmi küssen.

„Gut gegen Nordwind“, S. 88f.

„Gut gegen Nordwind“ hat seine Höhen und Tiefen. Die Geschichte beginnt spannend und neuartig – einen E-Mailroman lese ich zumindest nicht alle Tage – und entwickelt rasant eine Sogwirkung, die es einem schwer macht, das Buch wieder wegzulegen. Etwaige langatmige Passagen lässt man schnell wieder hinter sich, da der Großteil der Mails kurz und bündig ist – und doch so viel passiert.

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Das Beste aus der letzten Zeit | Leseempfehlungen Teil 1

Es ist an der Zeit, dass ich mal wieder einige Buchempfehlungen mit dir teile! Ich stell dir heute also die Bücher vor, die mich in den vergangenen blogfreien Jahren begeistern konnten. Das ist jetzt quasi sowas wie ein Lesehighlightsbeitrag im XXXXL-Format (weil 2018, 2019, 2020 und 2021 auf einmal) – deshalb wird’s auch zwei Blogbeiträge dazu geben, alles andere würde den Rahmen sprengen. Dich erwartet ein bunter Mix an Büchern aus den verschiedensten Genres! Viel Spaß beim Lesen!


Klassiker

„Nora – Ein Puppenheim“ von Henrik Ibsen und „Schachnovelle“ von Stefan Zweig waren zwei Werke, die auf der Leseliste für die mündliche Matura standen. Ich nenne sie an dieser Stelle, weil mir beide außerordentlich gut gefallen haben!

Beide Werke hallen auch jetzt, Jahre, nachdem ich sie gelesen habe, noch in mir nach. Es kommt also nicht von ungefähr, dass ich mir vor einiger Zeit gleich vier weitere Reclam-Heftchen von Ibsen zugelegt habe. („Die Frau vom Meer“ habe ich bereits gelesen und ebenfalls sehr gemocht!)

Hast du vielleicht einen Buchtipp von Stefan Zweig für mich? In „Sternstunden der Menschheit“ hab ich schon mal reingelesen, das hat mich aber ehrlicherweise nicht wirklich für sich begeistern können. (Apropos begeistern können… Die Neuverfilmung von „Schachnovelle“ ist richtig gut gelungen!)


Fantasy

„A Discovery of Witches“ von Deborah Harkness habe ich gelesen, nachdem ich die erste Staffel zum Buch geschaut hatte. Die Serie basiert zwar auf dem Buch, ist aber eher eine sehr freie Adaption. (Sehr zu empfehlen übrigens!)

Das Buch erzählt die Geschichte der Historikerin – und Hexe – Diana Bishop. Als ihr in der Oxford Bodleian Library ein verzaubertes Manuskript zur Alchemie in die Hände fällt, interessieren sich plötzlich die verschiedensten Kreaturen für sie – unter ihnen der Vampir Matthew Clairmont…

Deborah Harkness‘ Buch hat mich unfassbar gut unterhalten – trotz der hohen Seitenanzahl (718 Seiten) gab es kaum Längen, die Geschichte liest sich spannend. Ohne zu viel vorwegzunehmen – Dianas Geschichte ist eine ganz besondere, denn zwischen gefährlichen Intrigen und Verfolgungsjagden bleibt immer noch Platz für eine Prise Romantik!


„Outlander – Feuer und Stein” von Diana Gabaldon verfolgt das Leben von Claire Randall. Claire wollte eigentlich nur zweite Flitterwochen mit ihrem Ehemann Frank in Inverness, Schottland, verbringen – der 2. Weltkrieg hatte sie kurz nach ihrer Heirat wieder getrennt gehabt. Stattdessen wird sie durch einen magischen Steinkreis ins Jahr 1743 katapultiert, wo sie nicht nur Franks Vorfahren Jonathan Randall in die Hände fällt, der ihrem geliebten Ehemann ums Haar gleicht. Nur knapp entkommt sie einer Vergewaltigung, weil sie von einem Schotten entführt wird, wodurch sie beim Clan der Mackenzie landet. Unter ihnen lebt James Fraser – ein junger Mann, der ihr Herz noch in ordentlich viel Aufruhr versetzen wird.

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{Kurzgefasst} Secret Fire – Die Entflammten

Secret Fire

Nachdem das Buch nun schon einige Zeit auf meinem SueB geschlummert hat, hab ich vorgestern spontan beschlossen, doch einfach mal reinzuschmökern. Aus zehn Seiten wurden zwanzig, aus zwanzig hundert und aus hundert in weniger als einem Tag ein ganzes Buch.
Die Night School Reihe, ebenfalls von C.J. Daugherty, ist eine meiner liebsten – habe ich doch Ally & Carter über einige Jahre hinweg begleitet. Dass mir der Auftakt der Secret Fire Dilogie auch so gut gefallen würde, hatte ich nicht erwartet. Warum? Das Buch wurde mir besonders auf Instagram furchtbar oft präsentiert – beinahe schon nervig penetrant unter die Nase gehalten in meiner gesamten Timeline. Also hatte ich wenig Lust auf die Geschichte. Als dann aber Band 1 kurze Zeit gratis erhältlich war, musste ich doch zuschlagen.
Ohne den Klappentext in Erinnerung zu haben, habe ich vorgestern angefangen zu lesen. Und das war eine mehr als gute Entscheidung – auch wenn mich die Ungewissheit, wohin die Geschichte mich führen würde, an dem ein oder anderen Punkt mehr als aufgeregt hat.

Wir begleiten Taylor bei der Entdeckung ihrer besonderen Kräfte und fragen uns als Leser, was sie mit Sacha, dem scheinbar Unverwundbaren, verbinden könnte. Als sich ihre Wege dann kreuzen, geht erst recht alles drunter und drüber. „{Kurzgefasst} Secret Fire – Die Entflammten“ weiterlesen

Rezension zu „Blog Love. Liebe lässt sich nicht sortieren“ von Julia Zieschang

Inhalt:

Vanny Mandel liebt Cupcakes und Sauberkeit. Als Foodbloggerin und Ordnungsfanatikerin ist sie nicht nur ständig mit der Kamera, sondern auch mit dem Staubwedel unterwegs. Das Chaos ist also vorprogrammiert, als Vanny gemeinsam mit zwei disziplinlosen Jungs in eine WG zieht, die mit ihrer lässigen und ungestümen Lebensweise dauerhaft gegen all ihre Prinzipien verstoßen. Vor allem ihr äußerst spontaner und gutaussehender Mitbewohner Lukas bringt Vanny mehr und mehr aus dem Konzept. Durch ihn beginnt die sonst so tadellose und geordnete Bloggerin, völlig zu vergessen, was ihre gesamte Welt eigentlich zusammenhält…

(Quelle: Carlsen Verlag)

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